Was in einer Mediation im Unternehmen passiert
Viele Führungskräfte zögern mit einer Mediation, weil unklar ist, was dort eigentlich geschieht. Ein Blick in den Ablauf.
Wenn im Unternehmen das Wort Mediation fällt, reagieren die Beteiligten oft zurückhaltend. Kaum jemand kann richtig einschätzen, was in einer Mediation konkret passiert.
Vor dem ersten gemeinsamen Termin
Eine Mediation beginnt nicht mit dem gemeinsamen Gespräch. Zuerst spreche ich mit jeder Seite einzeln. Worum geht es aus ihrer Sicht? Was erhofft sie sich, was befürchtet sie? Und will sie die Mediation überhaupt?
Mediation ist freiwillig. Wer gegen seinen Willen am Tisch sitzt, ist selten in der Lage, lösungsoffen zu verhandeln.
Auch mit der Führungskraft wird der Rahmen vorab geklärt. Dazu gehört, was sie über das Ergebnis erfährt, was vertraulich bleibt und welche Entscheidungen weiter bei ihr liegen.
Die Mediation
Die gemeinsamen Sitzungen folgen einer klaren Struktur. Zuerst werden die Themen gesammelt, dann hören beide Seiten die Sicht der anderen. Danach werden die Interessen herausgearbeitet, Lösungsoptionen entwickelt und eine Vereinbarung getroffen.
Der Mediator entscheidet dabei nichts. Er sorgt dafür, dass beide gehört werden und das Gespräch nicht in eskalierende Muster verfällt.
Was vertraulich bleibt
Was in der Mediation gesagt wird, bleibt im Raum. Die Führungskraft erfährt das Ergebnis, wenn die Beteiligten zustimmen. Alles andere bleibt vertraulich – so will es das Gesetz.
Danach
Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten. Nach wenigen Wochen folgt ein Termin, bei dem die Beteiligten prüfen, ob die Vereinbarung im Alltag gehalten hat.
Die Führungskraft hat danach eine klare Aufgabe: Sie unterstützt die Umsetzung mit ihrer Verantwortlichkeit.
Eine Stunde.
Und Sie haben einen Plan.









